Film: Warcraft The Beginning

Zu den Spielen:
Ich habe Warcraft I,II und III gespielt und für knapp 2 Jahre recht intensiv World of Warcraft. Was ich an den Spielen am aller meisten gemocht habe war das liebevolle Charakterdesign, den unverwechselbaren Charme und das Miteinander. Ich werde nie die ersten Momente vergessen in denen die Server in Deutschland starteten und ich mit Freunden gemeinsam Azaroth erkundete. Wenn ich heute die alten Screenshots betrachte auf denen unserer Charaktere vor gelegten Bossen posieren oder miteinander in einer der vielen Städte rumhängen erfüllt es mich mit mindestens der selben Freude mit der ich alte Urlaubsbilder anschaue. Ich vergleiche das Spielerlebnis noch heute gerne mit einem Urlaub, denn genau wie dort habe ich Dinge gesehen, die es so vorher noch nicht gab und Dinge (wenn auch digital) getan, die ich vorher nicht getan hatte. Ich habe Leute kennen gelernt und mit Ihnen gemeinsam eine tolle Zeit verbracht.

Zum Film:
Minimum 10 Jahre seit meinem letzten Login sollte mich der Kinofilm erneut in die Welt von Warcraft entführen. Ich war sehr skeptisch und hatte fast schon etwas Angst um meine tollen Erinnerungen. Aber wisst Ihr was? Es ist ihm gelungen! Woran das liegt lässt sich leicht Erläutern:

Die Optik:
Ja der Film besteht quasi nur aus CGI-Effekten und Animationen. Aber sie sind fantastisch gemacht und passen optisch damit nicht nur gut zur farbenfrohen Welt des Spiels sondern eben auch zu dessen Cinematic-Trailern die wir Spieler immerzu so gerne mochten.

Die Geschichte:
Kein Einzelschicksal sondern ein Teil der Geschichte Azaroths sollte Gegenstand des Filmes werden. Es wird nicht jedes kleinste Detail erläutert aber doch soweit, dass jeder halbwegs geübte Kinogänger folgen kann. Klar, die Fans sehen und verstehen vielleicht noch ein kleinwenig mehr. Aber ich finde dies bei solch einem Hintergrund nur legitim. Meinetwegen hätte der Film noch weniger Erklärung benötigt um mehr Mystik aufrecht zu erhalten. Aber für mich war der Handlungsstrang stets nachvollziehbar. Ich wurde nicht groß überrascht aber in keinster Weise gelangweilt.

Die Charaktäre:
Die Darstellung der Orks kann ich mir kaum besser vorstellen. Die menschliche Fraktion, allen voran König Varian und sein(e) Ritter, hätte ich mir mit etwas mehr Charisma gewünscht. Vielleicht war es aber eine bewusste Entscheidung um den Kontrast der verschiedenen Lager so deutlich wie möglich zu zeigen.

Die Details:
Sind derart liebevoll und unkompliziert in Szene gesetzt, dass ich sehr oft bis über beide Backen grinsen oder schmunzeln musste. Von den offensichtlichen Details wie einem Murloc und der Schaafverwandlung bis hin zu versteckteren Details wie Rüstungsteile oder Waffen. Der Film strotzt nur so vor Liebe zum Detail.

Fazit:
Insgesamt hat mich der Film während seiner ganzen Laufzeit wahnsinnig gut unterhalten. Angesichts so mancher Details und Bilder hatte ich viel Freude. Meiner Meinung nach ist der Film genau das was er sein will: Ein Film über Warcraft mit viel Fanservice und liebe zum Original.