Film: Pixels

"Nerds küssen besser!" ist wohl eine der Kernaussagen in Adam Sandlers neuem "Pixels" Streifen. Was sich vielleicht erstmal verdammt peinlich liest ist gar nicht so schlimm, denn der Film hat noch mehr zu bieten.

Pixels ist wohl unter Nostalgikern wie mir, Gamern und interessierten Nerds nicht ganz unumstritten. Aus gutem Grund, so folgt das Konzept einer klassichen Happy Madison Produktion oft dem gleichen Muster und ist irgendwann abgelutscht. Ausserdem mag ich die Bezeichnung Nerd mit der in dem Zusammenhang viel zu oft um sich geworfen wird nur noch bedingt. Nerd und Nerd sein wird derzeitig abgenutzt. Dennoch findet der Begriff hier einen berechtigten Einsatz und ich begrüße gerade zu die Verwendung weiterer Schubladen wie den "Arcader" oder das "Wunderkind". Denn auch darüber konnte ich genüsslich schmunzeln.

Alles in allem kann ich meine Meinung zu Pixels mit wenigen Worten zusammenfassen: Ein typischer Adam Sandler mit außerordentlich liebevoll gestalter Geschichte und tollen Details für Retrogamer und Videospielliebhaber der ersten Stunde. Kevin James macht sich einfach super als Präsident und Peter Dinklage (Tyrion Lennister aus Game of Thrones) hat mich toll unterhalten. Ich habe sehr viel geschmunzelt und hatte eine schöne Zeit im Kino.

Das Auftreten des Erfinders von PacMan und die warmen Worte die er für seinen Schützling fand, haben mich sehr stark an den kürzlich verstorbenen Miyamoto (ehemals Chef von Nintendo) erinnert und mich gleichermaßen berührt, wie glücklich gemacht. Dass sich Adam Sandler in seiner Rolle stellvertretend für die Freude bedankt, die er damit in unser(?) Leben gebracht hat, war ein sehr feiner Zug.

Videospielkultur, Retrogaming und Pixelkunst sind längst Teil der Popkultur geworden und das ist auch gut so. Die Tatsache, dass solch ein Film gedreht wird und in den Kinos landet bestätigt dies. Schade, dass mit mir so wenig Leute im Kino waren.

Ein ♥ für ▪