Film: Helden des Polarkreises

"Wenn du mir nicht innerhalb der nächsten 24 Stunden eine Digibox besorgst mache ich mit dir Schluss!" - Die Ansage an einem Freitagabend geäußert, ist schon mal ein solider Ausgangspunkt für eine Teenie-Komödie. Entspränge sie einem Hollywoodstreifen würden sich die Ereignisse überschlagen, die Situationen nach einander immer rasanter ins unendlich Abstruse steigern, bis sie an Unglaubwürdigkeit nicht mehr zu übertreffen wären. Zeit, die einzelnen Situationen zu genießen oder herzhaft zu lachen wäre knapp und es wäre wieder eine typische Komödie aus Hollywood. Aber nicht hier.

Es gibt so ein Genre an Filmen die aus einer relativ belanglosen Handlung durch die Magie des Films Unterhaltung schaffen. Prominente Bespiele hierfür wäre Kevin Smiths „Mallrats“ oder „Clerks“. Muss man mögen! Ich liebe es jedenfalls mich mit dieser Leichtigkeit unterhalten zu lassen. Genau das macht auch der finnische Film: "Helden des Polarkreises". Durch zauberhafte Landschaftsaufnahmen, perfekte Kamerafahrten und der andauernden Dämmerung bietet der Film seine ganz eigene Atmosphäre, welche durch die drei Protagonisten des Films, den trockenen Humor und finnischen Charme perfekt unterstrichen wird. Ich habe viel geschmunzelt, manchmal laut gelacht und habe mich sehr gerne nach Lettland entführen lassen.

Ich werde den Film wieder schauen.