Musik: Long Distance Calling

Hier möchte ich euch mal eine der besten Livebands vorstellen die ich jemals erlebt habe. Und damit nicht genug. Es gibt wenige Bands deren Musik ich so verschlungen habe, deren Konzerte solch intensive Erlebnisse waren und die gleichzeitig so sympathisch auf der Bühne wirken. Nachdem alle anderen Platten schon gefühlte tausend mal meinen Plattenteller schmückten, meinen MP3-Player fütterten oder meinen PC-Speaker quälten und dabei Inspiration sowie Antrieb für kreatives Schaffen waren ist nun im Februar 2011 das 3 und für mein Empfinden reifste Album “Long Distance Calling” erschienen. Ich gebe zu das dieses Album länger gebraucht hat um mich voll und ganz zu überzeugen aber seitdem lässt mich der Sound nicht mehr los.

Das besondere an LDC sind ganz klar die symphoniegleichen Kompositionen und die sehr harmonisch arrangierten Melodien die in einem perfekten Klangpaket irgendwo zwischen Metal und Rock eingemantelt ihren Weg nach außen finden. Da wäre der Gesang auf Dauer fast schon störend und so kommen LDC, bis auf wenige Songs mit Gastauftritten von Jonas Renkse (Katatonia) oder im aktuellen Album John Bush (Armored Saint, Anthrax), komplett ohne Gesang aus und schaffen lediglich eine faszinierend metallische Klangwand die verdammt noch mal jede Bude rockt!

Aber nun mehr zum Album. Der Opener “Into the black wide open”, zu dem es auch ein offizielles Video gibt, lässt keine Wünsche offen und spielt sich nach einer kurzen Ansage sehr direkt ins Album hinein. Mein persönlicher Lieblingssong ist und bleibt “Sleeping Giants”. Der Song hat dermaßen viel Dynamik und ist so vielseitig, dass man einfach nicht genug davon bekommen kann. Es gibt wie beim ganzen Album immer mehr zu entdecken und eine Menge Raum für Interpretationen. Und das gefällt! “Arecibo” ist eine echte Rocknummer und wird Live sicher die Bretter zum beben bringen, denn tanzbar ist dieser Song auf jeden Fall. John Bush hat in dem Song Middleville seinen Gastauftritt und dies beweist einmal mehr wie viel Potential die Jungs zu guter Rock Musik haben. Alles in allem ist es meiner Meinung nach das beste Album von LDC. Da es noch ein wenig abwechslungsreicher und progressiver ausfällt als der grandiose Vorgänger “Avoid the Light” und “Satellite Bay”.

Zum Schluss noch einen Tip. Solltet ihr jemals in die Gelegenheit kommen LDC Live zu erleben so dürft ihr sie auf keinen Fall verpassen. LDC Konzerte sind jedes mal einzigartige Erlebnisse. Ich habe hier noch niemanden ruhig stehen sehn!!